Bitburger-Pokal

Seit 2011 trägt der Fußball-Verband Mittelrhein seinen Herren-Verbandspokal als Bitburger-Pokal aus. Spielort für das Endspiel im Bitburger-Pokal ist der Sportpark Höhenberg in Köln.

Im Finale des Bitburger-Pokals des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) treffen am Samstag, den 23. Mai 2026, im Sportpark Höhenberg in Köln der S.C. Fortuna Köln und Viktoria Köln aufeinander. Der Anstoß des Endspiels erfolgt um 15:30 Uhr. Das Finale wird in diesem Jahr bereits zum elften Mal im Rahmen des bundesweiten „Finaltags der Amateure“ ausgetragen.

Alle Spiele und Ergebnisse des Bitburger-Pokals 2025/26 gibt es auf FUSSBALL.DE.



Bitburger-Pokalfinale 2026

S.C. Fortuna Köln vs. Viktoria Köln

Woher auch immer die Spieler des Drittligisten Viktoria Köln die Kraft nahmen: Nach 120 kräftezehrenden Minuten bei sommerlichen Temperaturen und einem dramatischen Elfmeterschießen hüpften und sangen sie vor ihrer Fankurve, als habe es all die Anstrengung nicht gegeben. Sie hatten es geschafft. Sie hatten mit einem 6:5 (0:0) im Elfmeterschießen den Regionalliga-Champion S.C. Fortuna Köln geschlagen, den Bitburger-Pokal 2026 gewonnen. Vor 8.263 Zuschauer*innen im ausverkauften Sportpark Höhenberg begann die Fortuna forsch. Mit Pressing wurden die Bemühungen des Drittligisten, das Spiel aufzubauen, früh gestört. Es war zu spüren: Hier war kein klassischer Underdog am Werk, sondern ein Team, das wenige Tage zuvor eine äußerst souveräne Saison in der Regionalliga West mit dem Titelgewinn und Aufstieg abgeschlossen hatte. Der Klub aus der Südstadt ist also sieben Jahre nach dem Abstieg zurück auf der Landkarte des deutschen Profifußballs.

Doch wirklich beeindrucken ließen sich die Viktoria-Spieler nicht. So waren es zunächst nur Zweikämpfe, deren Entschlossenheit die stimmungsvolle Arena brodeln ließ, jedoch keine Torchancen. Meiko Sponsel versuchte es nach 14 Minuten einmal aus der Distanz, doch sein Schuss war leichte Beute für Lennart Winkler im Tor der Fortuna. Kurz vor der ersten Trinkpause nach 27 Minuten versuchte dann Viktorias Leonhard Münst mit einem Freistoß aus rund 20 Metern Tordistanz für Gefahr zu sorgen – vergeblich. Der Ball wurde so schnell aus dem Strafraum herausbefördert, wie er hereingeflankt worden war. Kurz danach war es Taylan Duman, der wenige Meter vor dem Tor der Fortuna nicht richtig an den Ball kam. Nach 38 Minuten folgte die nächste Torannäherung des Drittligisten: Nach einer Ecke von Münst misslang Torwart Winkler die Faustabwehr, Lars Dietz kam zum Kopfball, doch die Fortuna-Verteidiger bereinigten die Situation mit vereinten Kräften auf der Torlinie. Eine Tendenz war nun aber unübersehbar: Die Viktoria übernahm zusehends die Kontrolle. Doch bis zum Pausenpfiff blieb diese Entwicklung ohne Konsequenz.

Die Partie wurde nach dem Wiederanpfiff nickliger. Mehrfach musste Schiedsrichter Tarik Damar die Gelbe Karte zücken. In der 58. Minute kam es dann zur ersten hochkarätigen Torchance der Fortuna: Enzo Wirtz fand Nico Thier, der aus aussichtsreicher Position zum Abschluss kam, jedoch in Viktoria-Torwart Arne Schulz seinen Meister fand. Das Warten auf den großen Moment ging also weiter. Der Schlagabtausch wurde derweil munterer. Duman versuchte es mit Gefühl aus rund 18 Metern, doch Winkler war zur Stelle. Auf der anderen Seite verfehlte Enzo Wirtz per Kopfball aus spitzem Winkel das Tor.

Nach 72 Minuten erhoben sich dann die Viktoria-Anhänger und applaudierten: Simon Handle wurde ausgewechselt. Für den 33-Jährigen, der seit 2017 für die Viktoria aufläuft, endete damit seine Profilaufbahn. Der zwei Minuten später eingewechselte Robin Velasco führte sich mit einem schönen Zuspiel auf David Otto ein, der jedoch am Fortuna-Keeper scheiterte. Dann folgte eine Doppelchance: Erst traf Yannick Tonye mit einem Schlenzer die Latte des Fortuna-Tores, dann verpasste Sachse aus kurzer Distanz das 1:0. Auch Münst hatte nach 86 Minuten keinen Erfolg, sein Versuch wurde von Winkler mit einer tollen Parade vereitelt. Fünf Minuten später zirkelte Münst einen Distanzschuss ans Lattenkreuz, ehe Hamadi Al Ghaddioui im Gegenzug den Führungstreffer für die Fortuna verpasste.

Trotz der turbulenten Schlussphase wollte kein Tor fallen, und so ging es in die Verlängerung. Die begann ruhiger. Duman kam einmal zum Abschluss und auf der Gegenseite Jonas Michelbrink, dann waren die ersten 15 Minuten der Extrazeit schon abgelaufen. Die Partie wogte nun hin und her. Münst schoss einen Freistoß in die Hände von Fortuna-Keeper Winkler, auf der anderen Seite verzog Dejan Galjen am Tor vorbei, und immer wieder ließ Tonye seine Klasse aufblitzen. Das alles war letztlich Makulatur. Wie schon im Final-Duell 2016 – damals noch im Bonner Sportpark Nord – ging es ins Elfmeterschießen. Damals hatte sich das Team aus der Südstadt mit 5:6 geschlagen geben müssen. Und nun, ein Jahrzehnt danach? Das war die Frage, die für Hochspannung in Höhenberg sorgte. Die Antwort ließ lange auf sich warten. Mit Duman, Dietz, Otto, Eisenhuth und Tonye trafen alle fünf Schützen für Viktoria Köln und zunächst auch mit Al Ghaddioui, Wirtz, Garcia, Fischer und Michelbrink alle im Dress der Fortuna. Es ging auch hier in die Verlängerung. Während Jakob Sachse traf, scheiterte Dejan Galjen an Viktoria-Torhüter Schulz, der kurz darauf in einer Traube jubelnder Teamkollegen versank.


Informationen zum Bitburger-Pokal & Finaltag der Amateure

Das Teilnehmerfeld besteht in der Regel aus 32 Mannschaften. Die neun Fußballkreise stellen je drei Vertreter aus ihrem jeweiligen Bitburger-Kreispokal, an dem die Mannschaften aus dem Kreis- und Verbandsspielbetrieb teilnehmen, die nach den Endspielen bzw. Spielen um Platz 3 auf Kreisebene spätestens am 3. Oktober feststehen. Zu diesen insgesamt 27 Mannschaften stoßen in der 1. Runde des Bitburger-Pokals die Mannschaften des FVM, die in der 3. Liga oder der Regionalliga West spielen, wobei Amateurmannschaften sowie Spielgemeinschaften nicht teilnahmeberechtigt sind. Darüber hinausgehende, freie Plätze werden an die Kreise mit den meisten am Bitburger-Kreispokal teilnehmenden Mannschaften in Relation zur Gesamtzahl aller am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften des jeweiligen Kreises vergeben.

Alle Details und offiziellen Regelungen finden Sie in den offiziellen Durchführungsbestimmungen für den Herrenspielbetrieb des FVM auf Verbandsebene im Downloadbereich (Kategorie: Spielbetrieb Herren).

Gespielt werden fünf Runden inklusive Finale, bis der neue Bitburger-Pokalsieger feststeht. Klassentiefere Teams genießen im Bitburger-Pokal bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Die Ausnahme dieser Regelung bilden in der ersten Runde die Kreispokalsieger, die in der ersten Partie auf Verbandsebene immer Heimrecht besitzen. Zudem können Vertreter desselben Kreises (hiervon ausgenommen sind die Mannschaften der 3. Liga und der Regionalliga) in der ersten Runde nicht gegeneinander gelost werden.

Das Bitburger-Pokalfinale wird zusammen mit den anderen Endspielen der Landespokalwettbewerbe bei den Männern am bundesweiten Finaltag der Amateure ausgetragen. Das Amateurfußball-Highlight findet traditionell in den Stunden vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin statt. Der Sieger des Bitburger-Pokals qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Die Pokalauslosungen jeder Runde werden auf Facebook unter www.facebook.com/fvm.de live übertragen.


Rückblick auf die Endspiele von 2020 bis 2025

Alles rund um den Finaltag der Amateure finden Sie auch auf FUSSBALL.DE.

  • Rückblick 2025

    Rückblick 2025

    Trocken war Olaf Janßen am frühen Samstagabend sowieso nicht mehr. Dafür hatte der Regen über dem Kölner Sportpark-Höhenberg gesorgt. Um 18.30 Uhr trieften aber auch die Jeans nur so vor Nässe. Auf dem Weg zu den jubelnden Fans folgte der Coach des Drittligisten Viktoria Köln dem Vorbild seiner Spieler und schlitterte die letzten Meter mit Anlauf auf den Knien über den Rasen. Seine Elf hatte dem 58-Jährigen mit dem 3:2 (1:2)-Erfolg im Finale des Bitburger-Pokals gegen den Ligarivalen Alemannia Aachen den perfekten Abschied bereitet. Die Fans feierten Janßen mit Sprechchören. Und der Kölner Trainer, der künftig den Regionalligisten SV Sandhausen coachen wird, dankte es ihnen mit zu einem Herzen geformten Händen.

    Komplimente gab es auch vom Aachener Coach Heiner Backhaus: „Respekt für diese Saison. Ich schätze Deine Arbeit sehr und wünsche Dir im neuen Lebensanschnitt alles Gute“, erklärte er an den Kollegen gewandt. Backhaus lobte auch das umsichtige Unparteiischen-Gespann um Schiedsrichter Luca Marx, die beiden Assistenten Tarik Damar und Jens Grage sowie den Vierten Offiziellen Sven Landgraf für eine starke Leistung und er unterstrich „den tollen Rahmen hier“. Da konnte Markus Müller nur zustimmen. „Dieses Spiel war beste Werbung für den Wettbewerb“, fand der Vorsitzender des Verbandsspielausschusses. „Es wurde Topfußball gespielt und beachtenswert ist auch, welche Entwicklung der Finaltag der Amateure in den zehn Jahren seit seinem Bestehen genommen hat.“

    Olaf Janßen geht mit Titel Nummer fünf

    Olaf Janßen ist ein Teil dieser Geschichte am Mittelrhein. Fünfmal hat der 58-Jährige den Drittligisten und insgesamt zehnmaligen Cup-Gewinner Viktoria Köln zum Titelgewinn geführt. Der Sieg gegen Aachen war nun sein Schlussakkord in Köln. „Ich bin total glücklich und froh“, sagt der langjährige Profi, der seinen Abschied bereits vor einigen Wochen bekannt gegeben und im bisherigen Co-Trainer Marian Wilhelm seinen Nachfolger finden wird. Er sei extrem stolz und dankbar für die Jahre bei der Viktoria. „Das war eine besondere Reise, viel mehr als normaler Trainerjob“, so Janßen, der seiner Elf ein sehr gutes Zeugnis ausstellte, weil diese dieses Spiel nach dem Rückstand herumgerissen habe. Das sah FVM-Präsidenten Christos Katzidis nicht anders: „Gratulation an beide Mannschaften für ein tolles Fußballspiel, das mit Viktoria Köln einen verdienten Sieger gefunden hat. Ich hoffe, dass beide Vereine in der kommenden Saison sehr erfolgreich spielen werden.“

    Begonnen hatte die Begegnung noch zerfahren, ohne große Chancen. Nach 21 Minuten setzte Aachens Niklas Castelle dann aber ein erstes Highlight mit einem schönen Antritt und noch besseren Zuspiel auf den ebenfalls gestarteten Bentley Baxter Bahn, der cool per Flachschuss ins lange Eck vollendete. Die perfekte- und schnelle - Antwort fand Lex Tyger Lobinger, der nur sechs Minuten später aus kurzer Distanz für Köln ausglich. Die Vorlage war von Florian Engelharst gekommen. Jetzt waren alle wach. Die Partie wurde munterer. Die Alemannia kam zu zwei Abschlüssen aus der Distanz. Präzise waren diese aber nicht. Knapper machte es Lukas Scepanik, der nach 37 Minuten den Viktoria-Keeper zu einer Flugeinlage zwang.

    Aachen drängte nun auf den erneute Führungstreffer. Und der sollte fallen: Castelle setzte sich beherzt durch, zog in Richtung Strafraum, wo er Bahn mit einem Zuspiel fand. Letzterer legte quer auf Gianluca Gaudino. Der Sohn des ehemaligen Nationalspieler Mauricio Gaudino ließ sich nicht zweimal bitten und schoss den Ball beherzt in den rechten Winkel (41.).

    Den Kölnern fehlte es an Bewegung, Ideen und Leichtigkeit. So blieb dieses Mal die schnelle Antwort aus, ehe es in die Kabinen ging. Heraus kamen beide Teams unverändert. Jedenfalls personell. Denn die Viktoria drehte nun auf und wurde schnell belohnt, als Sidny Lopes Cabral einen Freistoß aus rund 19 Metern Tordistanz mit dem linken Fuß zum 2:2 in den rechten Winkel schlenzte (51.). Der Treffer tat den Kölnern sichtlich gut. In den Aktionen waren nun mehr Tempo und Überzeugung. So stellten Viktoria-Toptalent Said El Mala und seine Mitspieler in der Offensive die Aachener Verteidiger zusehends vor Probleme.

    Jonah Sticker entscheidet die Begegnung

    Das 3:2 lag in der Luft und in der 82. Minute auch Jonah Sticker, der nach einer Flanke von Lopes Cabral von der rechten Seite zum Sprung ansetzte, sich ganz lang machte und den Ball mit dem Kopf im linken Eck zur Führung der Viktoria versenkte. Aachens Coach Heiner Backhaus reagierte, brachte erst Charlison Benshop und kurz darauf auch Anton Heinz. Letzterer hatte im Verlauf des Bitburger-Pokals bereits dreimal getroffen hatte. Bei allem Willen fehlte es den Aachenern nun aber an der Kraft zurückzuschlagen. In der 90. Minuten kamen der eingewechselte Donny Bogicevic und El Mala sogar zu einer Doppelchance auf das 4:2 und Sekunden später verfehlte ein Distanzschuss El Mals nur knapp das Alemannia-Tor. Kurz darauf war Schluss und Viktoria Köln Sieger im Bitburger-Pokal 2025 und damit auch Teilnehmer an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals der kommenden Spielzeit.

    Den Kampf um die Torjägerkanone entschied Viktoria-Stürmer Serhat Semih Güler für sich. Zwar glückte dem 27-jährigen Angreifer nach seiner späten Einwechslung kein Tor mehr, doch er hatte bereits in den Runden zuvor fünf Treffer im Cup erzielt. Der letzte ernsthafte Rivale, Aachens Anton Heinz, kam auch erst spät aufs Feld, blieb ohne Torchance und damit bei drei Treffern im Bitburger-Pokal.

    Aachens Coach Backhaus, im vergangenen Jahr noch Cup-Sieger, verließ den Sportpark Höhenberg zwar traurig, aber nicht zerknirscht. „Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Solange die Kräfte getragen haben, haben wir super gespielt“, erklärte der 43-Jährige mit Blick auf einige Ausfälle. So hatte etwa Kapitän Mika Hanraths kurzfristig erkrankt passen müssen. Am Ende habe die Viktoria dann „pure Qualität“ offenbart.

  • Rückblick 2024

    Rückblick 2024

    Um 15.37 Uhr baten die Aachener zum Tanz. Arm in Arm begann der Kreis von Spielern und Verantwortlichen zu singen und zu hüpfen, ehe es zur Tribüne und den mitgereisten Fans ging. Sie hatten sich Applaus und Ausgelassenheit verdient. Mit 4:2 (2:1) hatte der Regionalliga-Meister und künftige Drittligist TSV Alemannia Aachen den Mittelrheinligisten Bonner SC im Kölner Sportpark Höhenberg bezwungen und so den Bitburger-Pokal 2024 gewonnen. Es war der erste Triumph der Aachener seit 2019 und der achte in der Klubhistorie auf Verbandsebene. Damit erreichte das Team um Alemannia-Coach Heiner Backhaus die erste Hauptrunde im DFB-Pokal.

    „Bonn hat uns durch aggressives Pressing zwischenzeitlich vor Probleme gestellt. Aber wieder einmal haben wir mit Mentalität das Spiel gedreht. Erst die Meisterschaft zu gewinnen und jetzt den Pokal in die Höhe zu stemmen, das ist etwas, das passiert dir im Leben nicht so oft, vielleicht nie wieder“, sagte Backhaus. 

    Sein Pendant auf der Bonner Bank, Sascha Glatzel schwankte zwischen Enttäuschung und Stolz: „Es war ein intensives Spiel, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Es ist einerseits bitter, weil wir nahe dran waren, andererseits bin ich stolz auf die Spieler und ihre Leistung“, meinte er.

    Beide Trainer und die 7242 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten das erhoffte Fußballfest erlebt. Empfangen von farbenprächtigen Choreografien beider Fanlager hatten beide Mannschaften ein packendes Finale geboten. Und das ohne lange Warmlaufzeit. Aachens Freistoß-Spezialist Anton Heinz erhielt schon nach vier Minuten die Chance, seine Künste zu zeigen, verzog jedoch deutlich. Keine zehn Minuten später setzte Nils Winter Mitspieler Thilo Töpken in Szene, dessen Kopfball aber keine Gefahr für den BSC bedeutete. In Führung ging dann aber Bonn. Jonas Berg behauptete den Ball nach einem Zuspiel im Strafraum, drehte sich um die eigene Achse und sein Zuspiel verlängerte Serhat Koruk mit der Hacke ins lange Eck (14.). 

    Die Alemannia rang nun um eine Antwort. Die Chance sollte kommen: Nach 29 Minuten gab es Strafstoß, weil der Bonner Adis Omerbasic seinen Gegenspieler Lukas Scepanik unfair am Abschluss gehindert hatte. Heinz trat an und traf mit einem überlegten Flachschuss ins rechte Eck. Kurz darauf kam der Torschütze am Ende eines Konters erneut zum Abschluss, fand seinen Meister jedoch in BSC-Keeper Martin Michel.

    Thilo Töpken trifft zur Aachener Führung

    Die Alemannia blieb das aktivere Team, wirkte in der Defensive aber nicht immer sattelfest. So hatte die nächste große Chance BSC-Angreifer Berg. Er scheiterte nach einem schnellen Gegenstoß allerdings an Marcel Johnen.  Besser machte es wenige Augenblicke später auf der Gegenseite Töpken, der nach einer gefühlvollen Flanke von Nils Winter von der rechten Seite per Kopfball zum 2:1 traf (43.). So ging es in die Pause.

    Mit der Führung im Rücken waren die Aachener auch nach dem Wiederanpfiff direkt wieder brandgefährlich. Bei einem Pfosten-Kopfball von Heinz fehlten nur Zentimeter zum 3:1. Glatzel reagierte nun, brachte Leander Goralski für Verteidiger Tarik Dogan (51.). Bonn war nun wieder voll im Spiel. Und das zahlte sich aus: Wipperfürth spielte Michael Okoroafor an, der sich auf Höhe des Elfmeterpunkts behaupte und zum 2:2 traf (58.). Es dauerte sieben Minuten, bis der eingewechselte Dustin Wilms das Spektakel auf der anderen Seite fortsetzte. Heinz überließ ihm uneigennützig per Ablage den Ball und Wilms schoss den Ball humorlos unter die Latte des Bonner Tores (65.).

    Gonzalez mit letzter Chance für Bonn

    Nun waren die seit dem Amtsantritt von Sascha Glatzel in 24 Pflichtspielen ungeschlagenen Bonner erneut gefordert. Kein leichtes Unterfangen, denn die Alemannia zog sich nicht zurück. Der BSC hatte sogar Glück, dass Jan-Luca Rumpf den Ball aus kurzer Distanz nach einer Freistoßflanke am Bonner Tor vorbei schob (70.). Auch Scepanik verpasste das 4:2 (74.). Den Spielern aus der Bundesstadt lief nun die Zeit davon. Nach 84 Minuten wurde es noch schwieriger, weil Maximilian Pommer nach erneutem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste. Der eingewechselte Rudolf Gonzalez kam noch einmal zum Abschluss, scheiterte aber an Johnen im Alemannia-Tor (89.). Dann machte Sasa Strujic mit einem Treffer aus kurzer Distanz in der Nachspielzeit den Deckel auf diese Partie (90.+2). Kurz darauf pfiff der umsichtige Schiedsrichter Ivan Mrkalj ab.

    Markus Müller freut sich über Fußballfest

    „Wir haben das erhoffte Fußballfest gesehen. Es waren zwei hochmotivierte Mannschaften, die alles gegeben und sich einen echten Pokalfight geliefert haben. Auch der Rahmen hat gestimmt. Mehr kann man sich nicht wünschen“, erklärte Markus Müller, der Vorsitzende des FVM-Verbandsspielausschusses.

    Mit Tim Beckers durfte noch ein weiterer Fußballer nach dem Finale im Bitburger-Pokal glücklich sein. Und das gleich aus doppeltem Grund: Der 21-Jährige ist Fan des TSV Alemannia und außerdem als Spieler des SV Eilendorf mit vier Treffern Torschützenkönig des Wettbewerbs. Im Spiel am Samstag blieb seine Position unangetastet. Denn seine ärgsten Verfolger, die Aachener Vincent Schaub und Beyhan Ametov sowie der Bonner Leon Augusto (alle drei Tore im Bitburger-Pokal) blieben im Endspiel ohne Torerfolg. „Die Auszeichnung macht mich stolz und freut mich sehr“, so Beckers, der sich mit seinen Teamgefährten vom SV Eilendorf auf Mannschaftstour befindet und daher im Sportpark Höhenberg von seinem Vater Ralf Beckers vertreten wurde. Beckers Junior hatte seine vier Tore allesamt in einem Match erzielt: beim 6:3-Erstrundenerfolg Anfang November gegen den A-Ligisten SV Roland Millich.

    TSV Alemannia Aachen: Johnen, Strujic, Scepanik (79. Marquet), Rumpf, Hanraths, Bapoh (23. Wilms), Schwermann, Heinz (90. Uzelac), Müller (59. Baum), Töpken, Winter (83. Heister).

    Bonner SC: Michel, Keita, Dogan (51. Goralski), Augusto (79. Braun), Koruk, Pommer, Berg, Okoroafor (77. Gonzalez), Strobl, Omerbasic, Wipperfürth.

    Tore: 0:1 Koruk (14.) 1:1 Heinz (FE/29.), 2:1 Töpken (43.), 2:2 Okoroafor (58.), 3:2 Wilms (65.), 4:2 Strujic (90.+2).

    Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Pommer (84., BSC, wiederholtes Foulspiel).

    Zuschauer: 7242. 

    Schiedsrichter: Ivan Mrkalj.

  • Rückblick 2023

    Rückblick 2023

    Drittligist Viktoria Köln hat das Endspiel im Bitburger-Pokal mit 2:0 (2:0) gegen den Regionalligisten 1. FC Düren gewonnen und damit das zweite Triple der Klubgeschichte perfekt gemacht. „Der Sieg fühlt sich megageil an. Erneut den Pott geholt zu haben, ist eine tolle Sache und freut mich für die Mannschaft nach einer langen Saison“, sagte Viktoria-Trainer Olaf Janßen nach dem dritten Sieg in Serie nach 2021 und 2022. Vergleichbares war dem Verein 2014, 2015 und 2016 schon einmal gelungen. Zudem machten die Höhenberger mit dem Sieg den Einzug in den DFB-Pokal perfekt.

    Perfekter Rahmen

    Das Endspiel im Bitburger-Pokal im Kölner Sportpark-Höhenberg hatte erneut im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure stattgefunden - mit einer mehrstündigen Übertragung der ARD als Live-Konferenz. „Kompliment an den deutschen Fußball. Wer diese Idee hatte, verdient meinen Respekt. Es ist einfach eine tolle Sache für den Amateurfußball“, erklärte Janßen.
    Dem konnte sich Christos Katzidis, Präsident des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM), nur anschließen.
    „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr“, erklärte Katzidis, der nicht vergaß, den vielen an der Organisation Beteiligten für ihr Engagement zu danken.

    Der Rahmen stimmte also zweifellos. Und die Protagonisten nutzten diese Bühne für ein spannendes Spiel. Zu Beginn gab es auf beiden Seiten einige gefällige Aktionen, die ganz großen Chancen fehlten jedoch. Nach einer knappen Viertelstunde wurde dann erstmals Düren gefährlich: Innenverteidiger Mario Weber verpasste nach einem Freistoß den Ball nur um wenige Zentimeter. Besser lief es für die Viktoria: Einen Eckball verlängerte Jamil Siebert mit dem Kopf auf André Becker, der goldrichtig stand und per Fallrückzieher zum 1:0 traf (17.). Dabei hatte er ein wenig Glück, dass der Ball noch vom Dürener Adis Omerbasic abgefälscht wurde.

     

    Marseiler erhöht auf 2:0

    Als sich Düren gerade daran machte, Druck aufzubauen, um eine Antwort zu geben, schlugen die Kölner erneut zu. Nur sechs Minuten nach dem Führungstreffer legte Luca Marseiler mit einem trockenen Flachschuss das 2:0 nach. Anschließend fehlten gute Möglichkeiten zunächst. Mike Wunderlichs Schuss ging knapp über das Dürener Tor (36.). Im Gegenzug fasste sich Dennis Brock ein Herz und zog aus der Distanz ab. Der Schuss des Düreners war jedoch leichte Beute für Ben Voll im Tor der Viktoria.
    So ging es mit einem 0:2-Rückstand für Düren in die Kabinen. Heraus kamen motivierte Dürener, die nach einem schnellen Gegenzug auch die erste Chance nach dem Wiederanpfiff hatten. Kevin Goden scheiterte jedoch an Voll (50.). Und auch sein Kopfball einige Minuten später fand nicht sein Ziel. „Wenn uns der Anschlusstreffer gelingt, wird es noch spannender“, meinte der Dürener Trainer Boris Schommers. Während Janßen sagte: „Sie haben uns das Leben nicht leicht gemacht.“

    Risse und Wunderlich nehmen Abschied

    Nach 63 Minuten nahm Janßen dann einen Dreifachwechsel vor. Kapitän Marcel Risse kam auf den Platz und damit zu seinem letzten Pflichtspiel in einer langen Profikarriere. Der Mittelfeldakteur beendet seine Laufbahn, ebenso wie sein Mitspieler Mike Wunderlich, der nach 71 Minuten seinen Arbeitstag und damit seine beeindruckende Karriere unter lautem Applaus abschloss.

    Verdiente Party

    In der Schlussphase bemühten sich die Dürener noch einmal energisch um den Anschlusstreffer. Doch die Viktoria-Defensive zeigte sich sattelfest und verteidigte den Vorsprung bis zum Abpfiff.
    Schommers erwies sich als fairer Verlierer. Er lobte seine Elf für einen Auftritt „auf Augenhöhe mit dem klassenhöheren Gegner“, sprach aber auch von einem letztlich verdienten Sieg der Viktoria.
    „Ihr habt euch eine schöne Party verdient“, so Schommers. Das galt für die Viktoria und ihre Fans. Aber das galt ebenso - wenn auch deutlich leiser- für das Gespann um Schiedsrichter David Koj, der mit Übersicht und Ruhe einen guten Job gemacht hatte.

    1.FC Düren: Bade - Brasnic (68. Bakhat), Geimer (68. Wipperfürth), Goden, Winke, Omerbasic (78. Simon), Weber, Clemens, Matuschyk, Brock, Kühnel (78. Schlößer).

    Viktoria Köln: Voll - Schultz, Wunderlich (71. Sontheimer), Becker (63. Hong), Philipp (63. Meißner), Greger, Siebert, Fritz, Koronkiewicz, Marseiler (63. Risse), May. Tore: 0:1 Becker (17.), 0:2 Marseiler (23.).

    Zuschauer: 3559.

  • Rückblick 2022

    Rückblick 2022

    Viktoria Köln gewinnt Bitburger-Pokal 2022

    Drittligist Viktoria Köln bezwingt im Finale des Bitburger-Pokals den Regionalligisten S.C. Fortuna Köln mit 2:0.

    Um 18.05 Uhr war es vollbracht: Drittligist Viktoria Köln hatte den Regionalligisten S.C. Fortuna Köln mit 2:0 (1:0) bezwungen und damit den Traum von Spielern, Verantwortlichen und Fans vom Titelgewinn im Bitburger-Pokal im Sportpark Höhenberg unter Dach und Fach gebracht. Für Viktoria-Coach Olaf Janßen wurde der Abpfiff zum Anpfiff. Er sprintete auf den Platz, um schließlich auf den Armen seines Torhüters Moritz Nicolas zu landen. Es war der Auftakt der Feierlichkeiten der Viktoria. Als FVM-Pokalspielleiter Markus Müller den Pokal wenige Minuten später überreichte, brandete nicht zum letzten Mal an diesem Abend Jubel auf.

    „Ich bin mega stolz auf das Team“, sagte Janßen. Angesichts vieler Ausfälle habe es nur eine Chance gegeben: „Jeder im Team musste es unbedingt wollen.“ Und genau das habe seine Elf gezeigt. Dieses Spiel sei das Sahnehäubchen auf einem guten Saisonabschluss. „Und es war Werbung für den Fußball in dieser Stadt“, fand der 55-Jährige.

    Kein Titel zum Abschied

    Fortuna-Coach Alexander Ende musste indes seinen Traum vom Titelgewinn zum Abschied aus der Kölner Südstadt begraben. „Ich hätte es dem Verein, den Fans, Spielern und mir von Herzen gewünscht., weil dieses Team so eine tolle Gemeinschaft ist“, erklärte der 42-Jährige, der den Klub mit Abschluss der Saison verlässt. Aber es habe leider den einen Moment, das Tor, das alles in Bewegung setzt, nicht gegeben.

    Tatsächlich zeigte die Fortuna gute Ansätze und hatte anfangs mehr vom Spiel. Die erste Chance hatte jedoch die Viktoria, als Jamil Siebert nach drei Minuten den Fortuna-Keeper André Weis zu einer Parade zwang. Kurz darauf versuchte es auf der anderen Seite Suheyel Najar aus spitzem Winkel. Najar, einer der besten Vorbereiter der Regionalliga West, musste dann jedoch bereits nach 20 Minuten verletzt vom Platz. Dem Offensivspiel der Fortuna war damit ein Aktivposten genommen. „Uns fehlte damit die Beschleunigung“, fand Ende.

    Youngster Jashari trifft

    Das Spiel wogte nun hin und her, ohne große Torchancen, dafür mit vielen Zweikämpfen und vollem Einsatz. Die nächste große Chance hatte die Viktoria: Youngster Elvin Jashari kam an der Strafraumgrenze an den Ball, drehte sich einmal um die eigene Achse und schoss präzise ins rechte Eck (28.). Viktoria führte mit 1:0 und die Spieler des Klubs aus der Kölner Südstadt mussten sich kräftig schütteln. Ihr Rhythmus war weg und der Drittligist obenauf. Beinahe hätte Daniel Buballa auch noch das 2:0 erzielt. Sein Kopfball nach 35 Minuten landete aber am Pfosten. Kurz darauf verhinderte Fortuna-Torhüter Weis einen Treffer, als er den abgefälschten Schuss von Simon Handle stark über die Latte lenkte. Sekunden vor Ende der ersten Hälfte ging der Abschluss des eingewechselten Mike Owusus deutlich drüber und damit ging es mit einem 0:1-Rückstand der Fortuna in die Kabine.

    Amyn erhöht auf 2:0

    Viktoria stand anschließend tief und überließ der Fortuna die Kontrolle. Leon Demaj verpasste den Ausgleich nur knapp, aber insgesamt fehlten den couragierten Regionalligisten trotz Dominanz die großen Chancen. Bei einem der seltenen Vorstöße der Viktoria wurde es dann auf einmal richtig gefährlich: Florian Heister fand mit seiner scharfen Hereingabe den eingewechselten Youssef Amyn, der mit einem platzierten Kopfball zum 2:0 traf (58.).

    Comeback-Qualitäten gefragt

    Von Endes Elf waren nun Comeback-Qualitäten gefragt. Der Trainer reagierte, brachte mit dem 2,01 Meter großen Jannik Löhden einen etatmäßigen Innenverteidiger als Zielspieler für lange Bälle in die Spitze. Was jedoch fehlte waren präzise Flanken. Die Hintermannschaft der Höhenberger agierte allerdings auch äußerst konzentriert und leitete zumindest gelegentlich auch Gegenstöße ein. Am Ende eines dieser Konter hatte Federico Palacios Pech, als sein Schuss am Pfosten landete.

    Müller lobt friedliche Stimmung

    Allmählich lief der Fortuna die Zeit davon. Kurz vor Schluss gab es dann nochmals zwei gute Chancen auf das 1:2: erst schoss Leon Deamj knapp vorbei, dann traf Sascha Marquet nach Kopfballablage von Löhden nur den Pfosten. Wenige Minuten danach war es vorbei. Und der Traum der Viktoria vom Titelgewinn im eigenen Stadion Wirklichkeit geworden.

    Zufrieden war derweil FVM-Pokalspielleiter Müller. Er lobte die ausgelassene, friedliche Stimmung im Stadion. „Es war der perfekte Rahmen und letztlich das erhoffte Fußballfest.“

    S.C. Fortuna Köln: Weis - Dieckmann, Lanius, Rumpf (59. Hölscher), Marquet, Batarilo, Demaj, Kegel (59. Poggenberg), Försterling (74. Dej), Najar (20. Owusu, 67. Löhden), Fünger.

    Viktoria Köln: Nicolas, Lorch, Buballa, Sontheimer (59. Hemcke), Handle (46. Amyn, 71. de Meester), Palacios, Greger, Heister (59. May), Siebert, Fritz, Jashari (74. Rossmann).

    Tore: 0:1 Jashari (28.), 0:2 Amyn (58.).

    Zuschauer: 5.767.

  • Rückblick 2021

    Rückblick 2021

    Viktoria holt sich den Cup

    Im Finale des Bitburger-Pokals setzt sich Drittligist Viktoria Köln im Bonner Sportpark Nord mit 2:0 (2:0) gegen den Regionalligisten Alemannia Aachen durch.

    Es war 15.15 Uhr, als Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich den silbernen Pokal unter dem Jubel seiner Mitspieler in den blauen Himmel über dem Bonner Sportpark Nord streckte. Sein Team, Drittligist Viktoria Köln, hatte im Finale des Bitburger-Pokals den Regionalligisten Alemannia Aachen mit 2:0 (2:0) bezwungen und damit den siebten Sieg im Wettbewerb auf Mittelrheinebene und den Einzug in den DFB-Pokal perfekt gemacht. „Es war ein rundum verdienter Sieg“, fand der Kölner Coach Olaf Janßen. Und auch sein Pendant auf der Aachener Bank, Dietmar Bozek, wollte dieser Einschätzung nicht widersprechen. „Das Ergebnis geht letztlich in Ordnung“, so Bozek, der die Alemannia noch bis Saisonende zusammen mit Kristoffer Andersen trainiert.

    Nervöser Beginn

    Der Beginn der Partie war von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Vieles blieb Stückwerk, die meisten Ideen versandten in Fehlpässen und Ungenauigkeiten. Da machte selbst der technisch versierte Viktoria-Spielmacher Wunderlich keine Ausnahme. Sein Freistoß ging nach neun Minuten aus aussichtsreicher Position weit über das Aachener Tor.

    Die Neuauflage des Finals von 2018 - damals hatte sich die Viktoria nach Verlängerung mit 2:0 durchgesetzt - blieb dennoch nicht lange torlos. Nach 14 Minuten griffen die Rädchen in der Viktoria-Offensive nämlich perfekt ineinander. Wunderlich fand mit seinem Anspiel den im Strafraum wartenden Albert Bunjaku, der den Ball zurück auf den herangeeilten Jeremias Lorch legte. Letzterer sorgte mit einem strammen Schuss für die Kölner Führung.

    Aachen ringt um Antwort

    Aachen rang nun um eine Antwort. Zwingend wurden diese Bemühungen aber nicht. Hamdi Dahmanis Schuss, der geblockt wurde, blieb ein arg überschaubares Resultat (18.). Die Kölner agierten hingegen nun sicherer und selbstbewusster. Es gelang ihnen, über längere Strecken den Ball in den eigenen Reihen zu halten. So kam das 2:0 nicht ganz überraschend. Dieses Mal setzte Kevin Holzweiler seinen Mitspieler Wunderlich in Szene. Der Viktoria-Kapitän zog in den Sechzehner, schlug zwei Haken und vollendete die Aktion mit einem trockenen Schuss ins Eck (36.). Weil Simon Handles verunglückte Hereingabe auf der Latte des Alemannia-Tores landete und auf der anderen Seite Mergim Fejzullahu seinen Freistoß knapp neben das Tor setzte, ging es mit dem 2:0 in die Halbzeit.

    Aachen unter Zugzwang

    „In der ersten Halbzeit war es einfach zu wenig von uns“, fand der Aachener Kapitän Alexander Heinze. Seine Elf war nun gefordert. Und immerhin Willen und Einsatz waren in der Folge vorhanden. Stipe Batarilo-Cerdic hätte nach 51 Minuten beinahe verkürzt, doch sein Schuss ging über das Kölner Tor. Zwar versuchte Aachen es nun mit mehr Tempo, doch ins Schwimmen geriet die konzentriert agierende Viktoria-Defensive selten.

    Wallenborn verschießt Elfmeter

    Batarilo-Cerdic versuchte es noch einmal aus der Distanz. Mehr als ein Raunen auf der Tribüne brachte sein Schuss, der knapp über das Kölner Tor ging, aber auch nicht ein (74.).

    Einen Moment der Hoffnung gab es aber noch für die Aachener: Nach 86 Minuten holte der eingewechselte Luca Stellwagen den ebenfalls frisch in die Partie gekommenen Florian Rüter von den Beinen. Es gab Elfmeter für die Alemannia. Doch Andre Wallenborns Strafstoß war leichte Beute für Viktoria-Torhüter Sebastian Mielitz. „Schade, dass der Ball nicht drin war. Die Partie hätte sonst nochmal kippen können“, so der Aachener Akteur Matti Cebulla. So ging schließlich Köln als Sieger vom Platz.

    FVM-Präsident Bernd Neuendorf war nach dem Abpfiff sichtlich stolz auf die vielen Helfer in den Reihen des FVM, die den reibungslosen Ablauf ermöglicht hatten. „Der organisatorische Rahmen hat gestimmt und ich bin froh, dass wir trotz der Pandemie auf sportlichem Wege einen Sieger ermitteln konnten“, sagte Neuendorf.

    Langer Abend für die Viktoria

    Derweil kündigte Viktoria-Trainer Janßen einen langen Abend an:
    „Wir werden jetzt ins Teamhotel zurückfahren und feiern.“ Dass er sein nach dem Abpfiff übergestreiftes „Pokalsieger-T-Shirt“ trocken durch den Abend bringen würde, bezweifelte er. „Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn ich noch geduscht werde.“

     

    Die Statistik:

    Viktoria Köln: Mielitz, Lorch, Handle, Wunderlich, Klefisch, Holzweiler (58. Cueto), Fritz, Schultz, Risse, May (83. Stellwagen), Bunjaku (89. Kyere).
    Trainer: Olaf Janßen.

    Alemannia Aachen: Mroß, Wallenborn, Heinze, Baum, Batarilo-Cerdic (84. Rüter), Fejzullahu, Müller (80. Groothusen), Zahnen (68. Cebulla), Aydogan (46. Falaye), Uchino, Dahmani.
    Trainer: Dietmar Bozek, Kristoffer Andersen.

    Tore: 1:0 Lorch (14.), 2:0 Wunderlich (36.).

    Bes. Vorkommnisse: Mielitz (Viktoria) hält Strafstoß von Wallenborn (88.).

  • Rückblick 2020

    Rückblick 2020

    1. FC Düren siegt im Bitburger-Pokalfinale

    Als der Schlusspfiff ertönte, setzte Giuseppe Brunetto zu einem beeindruckenden Sprint an. Der Coach des Mittelrheinligisten 1. FC Düren stürmte auf das Feld, um seinen Spielern in die Arme zu fallen. Sie hatten es geschafft, sie hatten den Regionalligisten Alemannia Aachen im Endspiel des Bitburger-Pokals mit 1:0 (1:0) bezwungen. „Das ist eine Riesensache. Und der Erfolg war unter dem Strich verdient“, sagte Brunetto.

    Die Siegerliste des Wettbewerbs ziert damit ein neuer Name: 1. FC Düren. Ein Verein, in dem 2018 die Fußballabteilungen des FC Düren-Niederau und der SG GFC Düren 99 zusammenfanden, um ihre Kräfte zu bündeln. Im Vorjahr scheiterte der Klub noch im Halbfinale. 0:2 hieß es damals ausgerechnet gegen Alemannia Aachen. Nun aber war Düren der Gewinner. Und die Gewissheit, dass es in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals im September gegen den Double-Gewinner FC Bayern München geht, macht diesen Gewinn zum Hauptgewinn.

    Darauf hatte auch Aachen gehofft. Für die Alemannia sollte der achte Cuperfolg auf Mittelrheinebene ebenfalls die Tür zum großen Match aufstoßen. Doch dafür reichte die Leistung nicht. „Es war am Ende zu wenig, um ein Finale zu gewinnen“, fand Aachens Coach Stefan Vollmerhausen.

    In seinem zweiten Pflichtspiel veränderte der Nachfolger von Fuat Kilic seine Elf im Vergleich zum 2:1-Halbfinalerfolg sechs Tage zuvor beim Mittelrheinligisten FC Pesch lediglich auf einer Position. Robin Garnier ersetzte Oluwabori Falaye. Sein Pendant auf Dürener Seite setzte in der Startelf auf mehrere regionalligaerfahrene Zugänge, darunter auch Last-Minute-Verpflichtung Adis Omerbasic (Bonner SC).
    Etwas zielstrebiger begannen die Aachener. Kai Bösing, Doppeltorschütze in Pesch, gab in der siebten Minute einen ersten Warnschuss ab, den der vom Chemnitzer FC gekommene Joshua Mroß im Dürener Tor jedoch parierte. Nach 19 Minuten wurde es dann aber auf der anderen Seite gefährlich. Gjorgji Antoski setzte Wipperfürth mit einem schönen Zuspiel auf der linken Seite in Szene. Letzterer passte flach vor das Aachener Tor und fand in Omerbasic einen dankbaren Abnehmer, der zum 1:0 vollendete. Die Aachener Elf geriet nun ein wenig ins Wanken. Ein Distanzschuss von Garnier, der sein Ziel deutlich verfehlte, blieb zunächst die einzige Antwort. Kurz darauf bekam sein Mitspieler Kai Bösing keinen Druck in seinen Kopfball aus elf Metern Tordistanz.

    Vollmerhausen reagierte, brachte den offensiveren Falaye für Steven Rakk. Garnier rückte zudem in die Abwehr und kümmerte sich fortan um den agilen Wipperfürth. Die Dürener Vorstöße wurden aber ohnehin seltener. Der 1. FC konzentrierte sich nun verstärkt auf die Defensivarbeit. Einzig Omerbasic versuchte es noch einmal aus der Distanz, verzog aber knapp (39.). So blieb es beim 1:0 zur Pause.
    Nach dem Wiederanpfiff boten die Teams ein zerfahrenes Duell. Der Aachener Florian Rüter behauptete nach 53 Minuten im Strafraum den Ball, um dann doch zu verziehen und auch die Dürener Angriffsbemühungen blieben ohne durchschlagenden Erfolg. Nach 64 Minuten gab es dann noch einmal eine schöne Einzelaktion eines Aacheners: Kai Bösing fasste sich ein Herz, schoss aber aus 18 Metern Distanz knapp vorbei. Noch knapper wurde es fünf Minuten später: Dieses Mal flankte Falaye auf den eingewechselten Nils Blumberg, doch Kevin Jackmuth im Dürener Tor reagierte glänzend.

    Damit war die stärkste Phase der Alemannia schon wieder Geschichte. Selbst in den Schlussminuten blieb ein wirkliches Aufbäumen aus. Daniel Bleja hätte sogar das 2:0 machen können. Sein Abschluss aus kurzer Entfernung war jedoch zu harmlos (90.). Vier Minuten später konnte ihm das egal sein. Denn mit dem Abpfiff stand seine Elf als Bitburger-Pokal-Sieger fest.

    FVM-Präsident Bernd Neuendorf gratulierte Düren zu einem seines Erachtens letztlich verdienten Erfolg. Er dankte aber auch all jenen, die trotz des herausfordernden Umgangs mit der Corona-Pandemie erneut die Bühne für ein großes Spiel bereitet hatten. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FVM und der Stadt Bonn sowie die beteiligten Vereine haben das klasse gemacht“, erklärte Neuendorf.

     

    Die Statistik:

    1. FC Düren – Alemannia Aachen 1:0 (1:0).

    1. FC Düren: Jackmuth, Steiger, Weber, Wipperfürth (60. Mabanza), Becker, Pütz, Brasnic (70. Taher), Lo Iacono (70. Bleja), Omerbasic, Antoski (90. Bors), Störmann. Trainer: Giuseppe Brunetto.

    Alemannia Aachen: Mroß, Rakk (33. Falaye), Hackenberg, Heinze, Uchino, Müller, Bösing (64. Blumberg), Garnier (82. Fiedler), Batarilo, Rüter, Boesen. Trainer: Stefan Vollmerhausen.

    Tor: 1:0 Omerbasic (19.). Zuschauer: 300.

     


Die Pokalsieger seit 1995

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    2001/02 TSV Alemannia Aachen II
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    Seit 2011 wird der FVM-Pokalwettbewerb der Herren - inklusive aller neun FVM-Kreise - als Bitburger-Pokal bzw. Bitburger-Kreispokal ausgetragen.

    „Der FVM ist ein wichtiger Kooperationspartner im für uns so wichtigen Feld des Fußball-Breitensports“, so Marco Boor, Sponsoring-Direktor von Bitburger. „Wir freuen uns sehr, auch den Amateurfußball entsprechend unterstützen und begleiten zu können. Die Region gehört seit über 100 Jahren zu unserem engsten Heimatgebiet, Bitburger hat hier viele Freunde. Die Partnerschaft mit dem FVM ist daher eine ideale Ergänzung unseres regionalen Fußball-Engagements.“
     

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