Dialogwerkstatt Spielbetrieb

Was ist die Dialogwerkstatt Spielbetrieb?

Die Dialogwerkstatt Spielbetrieb, die federführend vom Verbandsspielausschuss organisiert wird, ist eine Plattform für den interaktiven Dialog mit den Vereinen. An der Veranstaltung nehmen viele Vereinsverantwortliche aus den sieben Verbandsstaffeln teil, um sich über verschiedene Themen auszutauschen. Neben einem Leitvortrag und einem freien Austausch gibt es ein World Café zu den Themenbereichen Spielbetrieb, Dfb.net, Schiedsrichter und Qualifizierung.


Rückblick

  • 2019

    2019

    Dritte Auflage der Dialogwerkstatt Spielbetrieb

     Der österreichische Schriftsteller Ernst Ferstl sagte einst "Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt." Dieses Zitat beschreibt gut, was die anwesenden Vereine mit der Teilnahme an der 3. Dialogwerkstatt Spielbetrieb richtig gemacht haben: Sie haben sich Zeit genommen für die Weiterentwicklung des Fußballs und insbesondere auch, um ihre Bedürfnisse und Ideen an den Verband weiterzuleiten. Dass sich die Teilnahme an so einem Dialog für Vereine lohnt, haben die letzten Jahre gezeigt: "Die Liste an Veränderungen, die wir durch die beiden letzten Veranstaltungen umgesetzt haben, ist lang", resümiert Markus Müller, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, zufrieden. "Und auch durch die diesjährige Veranstaltung kommen wieder einige Punkte dazu, wovon wir manche bereits mittelfristig angehen können“, so Müller.

    Neben einem interessanten Vortrag von FVM-IT-Referent Stefan Craezer über den aktuellen Stand des Datenschutzes, stellte sich das Unternehmen soccerwatch.tv vor, mit dem der FVM im vergangenen Jahr eine Kooperations-Vereinbarung getroffen hat.

    Schwerpunkt der Dialogwerkstatt waren auch in diesem Jahr die sogenannten World Cafés, in denen die Teilnehmer an vier Stationen – DFBnet, Schiedsrichter, Ausbildung und Spielbetrieb – mit dem Verband und untereinander in den Dialog gehen konnten. "Wir nutzen die Spielrechtprüfung online inzwischen in allen Verbandsklassen, aber als Staffelleiter arbeiten wir am Spieltag selber nicht damit und da sind wir auf das Feedback der Vereine angewiesen", erläutert Rene Stoll, Staffelleiter, beispielhaft ein Thema. "In unserer Gruppe wurde die Spielrechtprüfung online auch für gut befunden, allerdings wurde bemängelt, dass keine Vergrößerung des Bildes möglich ist und dies in der Praxis gerade über mobile Endgeräte unpraktisch ist. Jetzt können wir dies durch die Rückmeldung der Vereine angehen."

    Das Resümee der Veranstaltung war nicht nur bei den Veranstaltern positiv. Auch die Teilnehmer traten zufrieden ihren Heimweg an. Einen Wunsch äußerten sie aber noch, der den Bogen zurück zum eingangs genannten Zitat schlägt: Man hätte sich sogar noch mehr Zeit nehmen können.
    Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Vereinen:

    SV 1914 Eilendorf, TuS Mechernich, TSV Germania Windeck, FC 1913 Roetgen, DJK Viktoria 1919 Frechen e.V.,  FC Viktoria Köln 1904 e.V.,  Bröltaler SC 03 e.V., FC Hennef 05, FC Hertha Rheidt 1916 e.V., FSV Neunkirchen Seelscheid, SC Germania Erftstadt Lechenich (SC GEL), SV 1910 Breinig e.V., JFV Jugendförderverein des SV Rot Weiß Hütte e.V., SV Frielingsdorf, FC Viktoria 08 Arnoldsweiler e.V., TuS 05 Oberpleis e.V., SV Blau Weiß Kerpen 1919 e.V., SpvG 1920 Köln Flittard, TuS Lindlar.

  • 2018

    2018

    Digitalisierung erhält immer mehr Einzug in die Vereine

    - Interessante Diskussionen bei der 2. Dialogwerkstatt im Januar –

    Der größte Teil der Teilnehmer der 2. Dialogwerkstätten in Inden und Hennef wird sich noch daran erinnern können, als man den Spielbericht noch per Hand ausfüllen musste. Ebenso war es früher für die Schiedsrichter Gang und Gebe, dass man seine Ansetzung per Postkarte bekam. Solche Vorgänge rund um ein Fußballspiel sind inzwischen passé und haben der Digitalisierung Platz gemacht. Immer mehr erleichtert sie die Bürokratie beim Spielbetrieb, gibt den Vereinen neue Möglichkeiten beim Marketing und bei der Vereinsverwaltung. Bei der zweiten Auflage der Dialogwerkstatt war die Digitalisierung, insbesondere die Möglichkeiten der Vermarktung, das Leitthema. Anja Vianden von Fußball.de erläuterte den Teilnehmern, wie man die Außendarstellung seines Vereins verbessern kann. Des Weiteren zeigte sie auf, welche Vorteile Bewegtbildaufnahmen und deren Online-Vermarktung für die Vereine hat.

    Achim Gehlen (Geschäftsführer von SC Borussia 1912 Freialdenhoven e.V.) steht dem ganzen Thema noch distanziert, aber nicht abgeneigt gegenüber. „Man kann das Thema letztendlich nicht aufhalten, allerdings sollte man aufpassen, dass man damit langfristig nicht eine Zuschauerabwanderung anstößt. Trotzdem stehe ich dem ganzen durchaus aus positiv gegenüber“, so Gehlen. Das Dfb.net ist ebenfalls eng verbunden mit dem Thema, hat aber natürlich auch noch Verbesserungsbedarf. Ein großes Ärgernis, welches sich auch bei der Dialogwerkstatt wieder gezeigt hat, ist die Flut an Vereinskennungen. Im Nachgang an die Veranstaltung konnte die IT-Abteilung allerdings die Reduzierung der Kennungen auf den Weg bringen. Dies zeigt, dass der Dialog zwischen dem Verband und den Vereinen Änderungen hervorbringen kann. „Bereits im letzten Jahr konnten wir viele Anregungen der Vereine in die Tat umsetzten und auch jetzt haben wir viel aus den beiden Veranstaltungen in die Zuständigen Ausschüsse mitgenommen“, resümierte Markus Müller (Vorsitzender VSpA).

    Und auch Achim Gehlen plädiert an seine Kollegen solche Veranstaltungen zu nutzen. „ Noch mehr Kollegen sollten den Weg hierher finden und diese tolle Möglichkeit nutzen, da man wirklich etwas auf den Weg bringen kann“. Weitere Veränderungswünsche waren die Flexibilisierung des Spielbetriebs. Hier konnte der VSpA schon vorab die Gedanken der Vereine deuten und hat den Rahmenterminplan bereits mit einigen Wünschen gespickt u.a. den Wunsch an Ostern keinen festen Spieltag einzuplanen. Die Dialogwerkstatt war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg und wird auch in den kommenden Jahren für die Vereine die Möglichkeit bringen, sich aktiv im Spielbetrieb zu beteiligen.

  • 2017

    2017

    Der Gewinner steht fest – die Vereine. Nach der Premiere der „Dialogwerkstatt Spielbetrieb“ des FVM mit zwei Veranstaltungen im Januar kann man diese Aussage getrost mit einem Ausrufezeichen versehen.

    Der Verbandsspielausschuss hatte die Vertreter der Herren-Verbandsstaffeln nach Inden und Hennef zu einem persönlichen Austausch über verschiedene Themen des Spielbetriebs eingeladen.

    Rocco Bartsch, Geschäftsführer und Pressesprecher der TuS Mechernich, war bereits vor der Veranstaltung sehr interessiert und gespannt: „In meinen Augen ist ein ständiger Austausch zwischen den Vereinen und dem Verband ein Muss. Ich sehe es daher als essentiell, die Angebote des FVM wahrzunehmen.“

    Kernthema war der Vortrag von Dr. Björn Schiffbauer, FVM-Präsidiumsmitglied für Rechts- und Satzungsfragen, der den Vereinen verdeutlichte, welche Vorteile die neue Rechts- und Verfahrensordnung (RuVO) hat, die ab 1. Juli 2017 in Kraft tritt. Bei den Vereinsvertretern kristallisierte sich schnell heraus, dass sich dadurch viele Prozesse verkürzen und dass auch die Kosten erheblich gesenkt werden. Im sogenannten World-Café wurden die vier Themen DFBnet, Spielbetrieb, Qualifizierung und Schiedsrichterwesen in Kleingruppen diskutiert. Verschiedene Aspekte wie die aktuelle Auf- und Abstiegsregelung, Verbesserung durch Qualifizierung, Optimierung der Zusammenarbeit von Schiedsrichtern und Vereinen sind nur einige Aspekte, die erarbeitet wurden.

    "Meines Erachtens sollte man auch eine Grenze zwischen dem Verbands- und Kreisspielbetrieb erkennen können. So sind die Qualifizierung ab der Bezirksliga, die Coaching-Zone als auch die Verwarnung nach der 5. Verwarnung ein Beleg dafür“, resümierte Rocco Bartsch. Für ihn sollte man die Spielberechtigungsprüfung online auch in der Bezirksliga anbieten. Mit diesem Wunsch steht er nicht alleine da, wie der Verbandsspielausschuss als eines der Ergebnisse des World-Cafés herausfilterte. „Wir haben den Wunsch der Vereine direkt aufgegriffen und wollen es schon zum Start der Rückrunde anbieten“, sagte Markus Müller, Vorsitzender des Spielausschusses. „Wir sind Servicepartner unserer Vereine und wollen deren Bedürfnisse bestmöglich berücksichtigen. Daher freuen wir uns, dass wir schon ein Ergebnis der Dialogwerkstatt direkt realisieren können.“

    Die anderen Ergebnisse der Veranstaltungen werden zeitnah in den entsprechenden Ausschüssen besprochen und – sofern möglich – demnächst adaptiert.

    Alle Beteiligten waren sich sicher, dass die Veranstaltung definitiv kein „One-Hit-Wonder“ war, sondern auch in den kommenden Jahren stattfinden soll – für die Vereine eben. „Wir freuen uns, wenn möglichst viele Vereine die Chance nutzen, sich einzubringen“, fasste Müller zusammen.

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